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Talisker – die Brennerei im Porträt

Tobias

Tobias

17. Februar 2021

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Talisker – die Brennerei im Porträt

Über die Marke Talisker

Die Marke Talisker gehört zur DiageoGruppe, der auch andere Marken wie Cardhu, Konckandooder Obanangehören. Gegründet wurde die Destillerie ursprünglich 1830 Diese wurde dann aber 1831 in dem Ort Carbost auf der Insel Skye von den Gründern Hugh und Kenneth MacAskill neu errichtet. Der Name "Talisker" leitet sich aus dem Namen des Anwesens Talisker House ab. Nach einigen weniger erfolgreichen Inhabern, kam in 1892 wieder mehr Fahrt auf und die Produktion wurde auf 40k Gallonen pro Jahr hochgetrieben. Danach wurde das Unternehmen stetig optimiert und vorangetrieben. Motto der Marke ist "made by the sea", was sich buchstäblich in der Philosophie niederschlägt. Denn das Wasser wird aus 21 Unterwasserquellen bezogen. Dadurch das dieses Wasser schon an sich relativ torfig ist, profitiert der Whisky dadurch schon enorm.

Die Produktionsstätte von Talisker

Seit 1928 bietet Talisker zweifach destillierte Single-Malt-Whisky an, die in der Produktionsstätte mit 5 Brennblasen - drei Pot Stills und zwei Wash Stills - produziert werden. Vor 1928 waren es sogar dreifach destillierte Whisky. Die Stills haben ein Gesamtvolumen von 17.479 Liter. Das wohl besondere daran sind eindeutig die Schwanenhälse oder auch 'Lyne Arms' genannt. Die Produktion liegt ebenso wie das Lager noch in Carbost an der Meereszunge "Loch Harport".

Die Mälzerei

Für die Talisker Whisky wird rauchiges Malz benutzt, dessen Phenolgehalt zwischen 18 und 22 ppm (Anteile pro Millionen) liegen. Dadurch werden diese Whisky im Vergleich zu denen von der Nachbarinsel Islay als mittelstark getorft eingestuft. Talisker benutzte geraume Zeit einen eigenen Malzboden, welcher aber im Jahre 1972 stillgelegt wurde. Seitdem bekommen Sie das Malz aus dem Dorf Muir of Ord, dessen Gerste von der Black Isle stammt.

Das Lager

Das Lager ist unmittelbar am Meer gelegen und besteht aus drei Lagerhäusern. Darin haben bis zu 6.800 Fässer Platz. Verwendung zur Lagerung finden Fässer europäischer Eiche, Ex-Bourbon und Amoroso Sherry. Die Distillers Edition reifte zum Beispiel in einem Amoroso Sherry Fass, während der 10-jährige in einem Ex-BourbonFass lagerte.

Vom Wasser zum Fass

Die Produktionsschritte, die weiter oben genannt sind, hängen enger zusammen, als ihre Aufzählung vermuten lässt. Beim Mälzen wird die Gerste zum Keimen gebracht und dann getrocknet, wodurch die Stärke für die spätere Vergärung zugänglich wird. Erst beim Trocknen fällt die Entscheidung über den Torf – und damit über eine der auffälligsten Eigenschaften des späteren Whiskys.

Danach folgt das Maischen, bei dem der Zucker mit heißem Wasser aus dem Schrot gelöst wird, und die Gärung, in der Hefe daraus Alkohol macht. Wie lange vergoren wird, ist keine Nebensache: Längere Gärzeiten begünstigen fruchtige Noten, kürzere ein malzigeres, getreidebetontes Ergebnis.

Beim Brennen entscheidet die Form der Kessel mit, und ebenso die Art der Kühlung. Wo statt moderner Röhrenkühler noch die alten, spiralförmig im Wasserbottich liegenden Kühlschlangen im Einsatz sind, hat der Dampf weniger Kontakt zu Kupfer – das Destillat fällt schwerer und kräftiger aus. Genau solche Details erklären, warum zwei Brennereien mit derselben Gerste sehr verschiedene Whiskys hervorbringen.

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