Küchentipps und Tricks

Porzellanfilter - manuelle Kaffeezubereitung

Tobias

Tobias

14. Mai 2020

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Porzellanfilter - manuelle Kaffeezubereitung

Ist der Porzellanfilter ein Hipster-Kaffeezubereiter oder Klassiker?

Wer kennt ihn nicht von früher - den guten alten Filterkaffee. Was lange Zeit verpönt war und auch ein wenig in Vergessenheit geriet, erlebt nun sein Revival. Gerade in vielen deutschen "Kaffeestuben" erhalten moderne Filtermaschinen den erneuten Einzug. Und auch für zu Hause gibt es den "Cone Drip Filter" oder auch Porzellanfilter - das klassische Werkzeug für die manuelle Kaffeezubereitung.

Mein Filter ist von der Firma Hario. Durch die geschwungene Form und die erhöhten Rippen im Inneren wird dem Kaffee das Aufquellen erleichtert. Dadurch kann der Kaffee seinen vollen Geschmack entfalten und bietet somit echte Genussmomente.

Durch die relativ große Öffnung am Boden wird eine hohe Durchlaufgeschwindigkeit erzeugt, was zu einer sehr schnellen Zubereitung beiträgt.

Alles in allem ist das somit eine echte Alternative zur guten alten Kaffeemaschine.

Porzellanfilter im Test

Zubereitung mit dem Porzellanfilter als Video-Tipp

Was ist zu beachten bei der Zubereitung?

Wichtig ist natürlich dafür die Wasserqualität und auch die Temperatur des Wassers. Die ideale Wassertemperatur liegt für fast alle Kaffee-Zubereitungen zwischen 92-96 °C. Ist das Wasser heißer, kommt es oft zu einem bitteren bis beißenden Geschmack. Ist das Wasser kälter als 85 °C, wird das Ergebnis wässrig und ggf. sogar sauer.

Worauf es beim Handaufguss ankommt

Der Filter selbst ist nur ein Teil der Rechnung. Mindestens ebenso wichtig ist der Mahlgrad: Zu fein gemahlener Kaffee verstopft das Bett, das Wasser läuft zu langsam durch und der Kaffee wird bitter. Zu grob gemahlen rauscht es hindurch, und übrig bleibt eine dünne, säuerliche Tasse. Für den Handaufguss liegt der Richtwert etwa bei der Körnung von grobem Sand.

Die Wassertemperatur sollte zwischen 92 und 96 Grad liegen. Kochendes Wasser verbrennt die feinen Aromen, deutlich kühleres löst zu wenig heraus. Wer keinen Wasserkocher mit Temperaturwahl hat, lässt das Wasser nach dem Kochen schlicht eine Minute stehen – das genügt in der Praxis.

Bewährt hat sich außerdem das Blooming: Zuerst nur so viel Wasser aufgießen, dass das Kaffeemehl gerade durchfeuchtet ist, und dreißig Sekunden warten. Frisch gerösteter Kaffee gibt dabei sichtbar Kohlendioxid ab, das sonst den gleichmäßigen Durchfluss stört. Erst danach wird in ruhigen, kreisenden Bewegungen weiter aufgegossen.

Als Verhältnis funktionieren rund 60 Gramm Kaffee auf einen Liter Wasser als Ausgangspunkt, den man nach eigenem Geschmack verschiebt. Und weil gemahlener Kaffee sein Aroma innerhalb von Minuten verliert, lohnt sich das Mahlen unmittelbar vor dem Aufguss deutlich mehr als jede Anschaffung am Filter selbst.

Auch das Filterpapier selbst spielt mit. Ungebleichte Papiere geben, ungespült verwendet, einen leicht papierigen Ton ab; einmal mit heißem Wasser durchgespült verschwindet er. Der Nebeneffekt: Filter und Kanne sind damit gleich vorgewärmt, und der Kaffee kühlt beim Aufgießen nicht sofort ab.

Und schließlich das Wasser, das mengenmäßig den weitaus größten Teil der Tasse ausmacht. Sehr hartes Leitungswasser dämpft die Säure und lässt den Kaffee flach wirken, sehr weiches macht ihn scharf. Wo das Wasser stark kalkhaltig ist, lohnt ein einfacher Filter mehr als die nächste Aufrüstung der Ausstattung.

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