Whisky-Bibel
Mortlach Destillerie - Tradition seit 1823

Das ist die Mortlach Brennerei
Mortlach ist die älteste der legalen Whiskybrennereien in Dufftown und steht seit ihrer Gründung für Tradition. Dufftown liegt in Banffshire in Schottland in der wundervollen Region Speyside. Aufgrund des Alters sind einige Gebäude der Brennerei als Denkmal geschützt worden.
1823 gründeten James Findlater, Donald Mackintosh und Alexander Gorden die Destillerie "Mortlach". Die Herkunft des Namens ist nicht ganz geklärt, denn es gibt verschieden Deutungen. Zum einen wären da die unterschiedlichen Übersetzunen "großer grüner Hügel" und "schüsselförmiges Tal", aber auch die andere Deutung "Massaker an den Wildgänsen". Aber keine Sorge, damit sind nicht die wunderbaren Tiere gemeint, sondern die geschlagenen dänischen Soldaten aus der Schlacht im Jahr 1001.
Damals hieß die Brennerei noch Dufftown Distillery und gehörte eine gewisse Zeitlang sogar mal William Grant, dem späteren Gründer von Glenfiddich, welche nicht weit weg ist vom Gelände der Mortlach Destillerie.
Die Produktion
Die Produktionsmenge bei Mortlach beträgt ca. 2,9 Millionen Liter pro Jahr. Als Wasserquelle verwenden sie das Wasser des benachbarten Fluss, dem Dykehead Catsvraig Burn und aus einer Quelle bei Conval Hills in der Speyside. Die beiden erstgenannten sind nur für die Kühlung zuständig. Das Wasser auch den Conval Hills ist hingegen das Wasser, welches für die Herstellung des Whisky verwendet wird.
Zur Produktion verwenden die Malt Masters drei Wash Stills mit einer Kapazität von 32.500 Litern und drei Spirit Stills mit einer Kapazität von 26.000 Litern. Das wohl unüblichste bei der Herstellung ist das Dreifach-Destillationsverfahren, welches sonst eigentlich nur in Irland Anwendung findet.
Die Mälzerei
Bis zum Jahre 1968 wurden bei Mortlach eigene Malzböden verwendet, welche dann aber auf eine industrielle Beschaffung umgestellt wurde. Das Malz kommt aber weiterhin aus der Speyside und die dazugehörige Gerste aus dem Norden der Speyside. Das bei Mortlach verwendete Malz ist eher nicht rauchig, was sich auch im fertigen Destillat wieder spiegelt. Zusätzlich wird das Malz eher grob gemahlen, was eher unüblich ist.
Das Lager
Mortlach lagert die Whisky in fünf Lagerhäusern, den sogenannten Dunnage Warehouses. Diese Lagerhäuser zeichnen sich durch ihre dicken Wände aus und nur sehr kleine und vereinzelnde Fenster aus. Ebenso sind die Schieferdächer dafür da, dass die Temperatur einem natürlichem Klima entspricht. Typisch für die Lagerung bei Mortlach sind Sherry Fässer und ab und an werden auch immer mal wieder Weißeichen Fässer verwendet.
Warum Brennblasen und Kühlung so viel ausmachen
Kupfer ist im Brennprozess kein bloßes Baumaterial, sondern beteiligt sich an der Sache: Es bindet schwefelhaltige Verbindungen aus dem Dampf und nimmt dem Destillat damit kantige, streichholzartige Noten. Je mehr Kontaktfläche und je länger der Weg nach oben, desto leichter und feiner wird der Brand.
Umgekehrt ergibt eine kurze, gedrungene Blase mit wenig Kupferkontakt ein schwereres, öligeres Destillat – eine Bauweise, die Brennereien mit kräftigem Hausstil bewusst beibehalten. Wird ein Kessel nach Jahrzehnten ersetzt, wird er deshalb oft originalgetreu nachgebaut, samt aller Beulen und Ausbuchtungen.
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